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Archiv 2005 - 2007

           

Erntefest 2007

 

Fahradtour ins Moor 2007

 

900 Jahre Rüstje Dirk Behrens

 

Erntefest 2006

16.09.2007    Drittes Dorffest des Heimatvereins
29.08.2007    Erntefest bei Fam. Johann Holsten
26.08.2007    Fahrradtour ds Heimatvereins Helmste
05.09.2006    Erntefest wieder ein Erfolg
04.12.2005    Weihnachtsmarkt in Helmste
18.09.2005    1.Helmster Feuerwehrmarsch für Kinder
16.09.2005    Das Fest im Wald   Die 900 Jahr-Feier ds Forstortes Rüstje
29.05.2005    Tagesfahrt nach Moordorf und Wiesmoor     Der Heimatverein Helmste erlebte die Moorkolonisten
18.02.2005    Heike geht in die Luft


Drittes Dorffest des Heimatvereins am 16.09.2007

Der Heimatverein Helmste e.V. präsentierte sein drittes Dorffest und Flohmarkt mit Erfolg. "Wir hatten Glück mit dem Wetter und obwohl in der näheren Umgebung mehrere Veranstaltungenstattfanden, hatten wir eine große Resonanz", so freute sich der Vorstand des Vereins.

Die Treckerfreunde aus Ohrensen, Haddorf, Fredenbeck, Stade und Deinste zeigten ihre alten Zugmaschinen und fuhren gegen Mittag mit den Kindern, begleitet von der Feuerwehr, einen großen Korso durch das Dorf.

Für schwungvolle musikalische Unterhaltung sorgte die "Hogener Dörpskapell" aus dem Nachbardorf Hagen. Die Auftritte der Kindertanzgruppe des Heimatvereins mit ihren eingeübten Tänzen wurde mit viel Beifall belohnt.

Das kleine Museum hatte ihre Pforten geöffnet und zeigte z.B. die Handhabung alter bäuerlicher Geräte (Kartoffelsortiermaschine, Rübenschneider und einen Saatreiniger). Im Zelt wurden fleißig die von den Bürgern hergestellten Torten und Kuchen verspeist. Daneben gab es frisch geräuchrete Helmster Forellen und der alte Ackerwagen von 1949 mit Kürbissen und Herbstblumen dekoriert, wurde von vielen G%auml;sten bewundert.

In einem Extrazelt zeigte die Arbeitsgruppe die ersten Ergebnisse der Dorferneuerung, welches für großes Interesse sorgte.

Bilder zu diesem Fest gibt es in unserer Galerie zu sehen.


 

29.August 2007 -Erntefest

Die Erntekrone wurde am 29.08.2007 bei Familie Johann Holsten, Böberstroot 9 gebunden. (zur Fotogalerie)


Fahrradtour 2007 des Heimatverein Helmste e. V.

Wie schon seit einigen Jahren üblich, war auch in diesem Jahr eine Ganztagsfahrradtour der Abschluss der diesjährigen Radfahrsaison des Heimatverein Helmste e. V. Marianne Wiebusch, die Initiatorin dieser Radlertruppe hatte sich auch in diesem Jahr wieder ein lohnenswertes Ziel ausgesucht.

So trafen wir, 15 Radlerinnen und Radler,  uns am Sonntagmorgen, den 26. August 2007, um 10.00 Uhr, auf dem Hof von Henry Dankers. Von hier aus sind wir zur Moorhütte des Heimatverein Mulsum aufgebrochen. Mit kräftigem Gegenwind aber noch voller Energie  traten wir in die Pedale um über Sandkrug, Lusthoop, nach Mulsum zum Hohen Moor und damit auch zur Moorhütte zu gelangen. Bei der Moorhütte wurden wir schon von Henry Dankers erwartet, der dort ein wunderbares Buffet aufgebaut hatte. Diese Speisen sind von den Teilnehmern  zubereitet und schon am frühen morgen bei Henry angeliefert worden. Alle waren von den Köstlichkeiten begeistert und bei Bier, Kaffee und Sekt wurde viel geplaudert.

Gegen 13.00 Uhr brachen wir dann wieder alle auf um noch paar hundert Meter weiter zur Moorschutzhütte zu fahren. Dort wurden wir von Hans-Hermann Gerken, dem Schriftführer und etwas später auch von Hans-Heinrich Schomacker, dem 1.Vorsitzenden des Mulsumer Heimatvereins in Empfang genommen. Nach einer Begrüßung, die durch einen Moorschluck bekräftigt wurde, hörten wir dann Wissenswertes über die Entstehung des Moores, die Besiedlung und die Bedeutung von Moor und Torf in früheren Zeiten und Heutzutage. Dem theoretischen Teil folgte dann der Praktische. Hans-Heinrich Schomacker zeigte und erklärte uns wie man Torf sticht und anschließend wurde die Karre mit dem frisch gestochenen Torf zum Ringeln gefahren. Das Ringeln der Torfsoden wurde uns dann von Hans-Hermann Gerken vorgeführt. Jeder Teilnehmer hat diese beiden Tätigkeiten selber ausprobieren können. Man bekam zwar schmierige Hände dabei, aber es war eine interessante Arbeit. Abschließend hat jeder Teilnehmer zur Belohnung ein " Moordiplom" erhalten.

Gegen 15.00 Uhr starteten wir wieder an tiefen Gräben vorbei durch die idyllische Moorlandschaft nach Mulsum, Hagenah, an der B74 entlang nach Schwinge, Wiepenkathen, Hagen und schließlich wieder nach Helmste. Zum Abschluss des Tages fuhren die meisten Radler noch zum Eichenhof um bei einem gemütlichen und genüsslichen Abendessen noch einmal den Tag Revue passieren zu lassen. Es waren sich alle einig: dies war eine schöne und gelungene Abschlussfahrt, wenn auch die gefahrenen 50 km bei den meisten Fahrern zu "leichter Ermüdung und Erschöpfung" geführt hatten. Wir freuen uns jedenfalls wieder aufs nächste Jahr!

Bilder zu dieser Tour gibt es in unserer Galerie zu sehen.


5.September 2006 - Erntefest wieder ein Erfolg

Entgegen allen Vorgaben an die Witterung "Beim Helmster Ernteumzug ist immer gutes Wetter", schienen diesmal die Wettervorhersagen nichts gutes zu versprechen.

Als es um 11:00 Uhr anfing zu regnen, hat so mancher gedacht - der Umzug fällt ins Wasser.

Um 12:15 Uhr treffen die ersten Wagen auf dem Sportplatz ein. Hier kann man schon bestaunen, mit welcher Phantasie und Arbeitseinsatz die Wagen "geschmückt" wurden. Trotz des Regens breitet sich ungebremst gute Laune unter allen Beteiligten aus und es wird gespannt der Start des Umzugs erwartet.

Um 15 Uhr ist es endlich soweit, der große Umzug geht los. Der Regen ist nun völlig vergessen und Akteure, sowie auch die Zuschauer sind mit Begeisterung dabei.

Wie immer gibt es wieder einen Querschnitt des Umzuges in der [Bildergalerie].


 

4. Dezember 2005 - Weihnachtsmarkt in Helmste

Wie jedes Jahr fand auch diesmal wieder der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Hof Klintworth statt. Publikumsmagnet waren wie immer die Reitveranstaltungen in der Reithalle. Dort gab es neben einem trockenen und warmen Plätzchen auch Kaffee und Kuchen. Auf dem Hof wurden die Gäste mit ";geistigen"; Getränken, Pommes und Bratwurst sowie Waffeln verwöhnt. Am Stand des Heimatvereins konnte neben dem neuen Kalender 2006 auch der Jubiläumsschnaps der 900-Jahr-Feier Forstort Rüstje erstanden werden. Zu einem guten Weihnachtsmarkt gehört natürlich auch ein Weihnachtsmann, diesmal mit ";Gehilfen"; und einem ";Rentier";.

Helmste.de wünscht allen eine schöne Vorweihnachtszeit
.


 

 

 

 

 


 

18. September 2005 - Erster Helmster Feuerwehrmarsch für Kinder

Am 11. September 2005 fand der erste Helmster Feuerwehrmarsch für Kinder statt. In Altersstufen aufgeteilt und in Gruppen zu jeweils bis zu sechs Kindern marschierten sie von den Eltern begleitet durch Helmste. Im ganzen Dorf waren Stationen aufgebaut, an denen die Kinder die verschiensten Aufgaben lösen mussten. Ob es sich nun um Dosenwerfen, Tiere raten, Erste Hilfe oder Slalomfahren handelte, es war für jeden etwas dabei. Nach Beendigung des Marsches stand ein Feuerwehrfahrzeug bereit, um mit den Kindern noch eine Runde durch Helmste zu drehen. Den krönenden Abschluß bildete dann die Preisverleihung, bei der sich alle beteiligten Kinder, von gut gefüllten Tischen, eine Erinnerung an diesen Tag aussuchen durften.

Einen herzlichen Dank an die Organisatorinnen/en dieser tollen Idee.


16. September 2005 - Bilder von der 900-Jahr-Feier

Die Bildergalerie der 900-Jahr-Feier ist fertig. 102 Bilder des Tages sind zusammen gestellt. Wer die Abkürzung gehen möchte, kommt hier direkt zur Galerie.

 

Das Fest im Wald

Die 900-Jahr-Feier des Forstortes Rüstje

Bei sonnigen Temperaturen feierten am 04. September ca. 1500 Gäste das 900 jährige Jubiläum des Forstortes Rüstje auf der Lichtung am Dollerner Weg. Eingeladen hatte der Heimatverein Helmste e.V. in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Harsefeld, der Martin-Luther-Kirche Fredenbeck, der Feuerwehr Helmste und dem Künstler Dirk Behrens. Die Gäste erwartete ein umfangreiches Festprogramm bei dem jeder auf seine Kosten kam. Gewaltige Mengen an Kuchen und Torten wurden von den vielen Helferinnen bereitgestellt und warteten darauf die Gäste zu verwöhnen. Ausser Kuchen gab es selbstverständlich auch Getränke, Pommes und Bratwurst sowie nach dem Waldgottesdienst die Erbsensuppe.

Mit dem Waldgottesdienst fing das Fest dann auch um 11:00 Uhr an, gefolgt von verschiedenen Festreden und den Darbietungen der Mitwirkenden.

Für den richtigen Rahmen sorgten Informationsstände zur Forstwirtschaft in Rüstje, Kinderunterhaltung mit den Pfadfindern und dem Kindergarten Helmste, eine Fotoausstellung über den Rüstjer Forst und das frühere Kriegsgefangenenlager, der Verkauf von handgefertigten Dekorationsaccessoirs aus Naturprodukten sowie die Vorführungen der mitwirkenden Gäste. Eingeladen waren der gemischte Chor Deinste, die Deinster Querpedders, die Hagener Jagdhornbläser, die Pfadfinder der Kirche Fredenbeck, der Helmster Kindergartens und die plattdeutsche Kindergruppe.

Eine Besonderheit des Festes war die Bilderausstellung des Künstlers Dirk Behrens, im Wald ca. 150m vom Festplatz entfernt.

Höhepunkte der Veranstaltung waren die Vorführungen des Forstamtes. Hier wurde gezeigt wie vor hundert Jahren und, zum Vergleich, heute Bäume gefällt und aus dem Wald gebracht wurden. Alles in der Kluft der jeweiligen Zeit. Die Forstarbeiter hatten bei der Vorführung auch unfreiwillig gezeigt was passiert, wenn der Baum nicht genau in der richtigen Richtung fällt - er bleibt in den Kronen der benachbarten Bäume hängen. Nun mussten die Forstarbeiter zeigen wie sie den Baum, mit den damaligen Werkzeugen, doch noch zum Fallen bringen. Erst der Einsatz der Arbeitspferde brachte den gewünschten Erfolg und der Baum rauschte zu Boden. Später wurde noch gezeigt, das man mit der Motorsäge auch durchaus künstlerisch tätig werden konnte.Das Fest endete gegen 18:30 Uhr.

Ein riesiges Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, ohne die dieses schöne Fest nicht möglich gewesen wäre.Wer noch mehr von den Bildern des Tages sehen möchte, schaue bitte in die Bildergalerie.Fotos von Andrea Cordes und Rainer Waldmann.

 

04. September 2005 - 900 Jahre Rüstje

Der Heimatverein Helmste e.V. lädt in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Harsefeld, der Martin - Luther - Kirche Fredenbeck, der Feuerwehr Helmste und dem Künstler Dirk Behrens zur 900 - Jahr - Feier des Forstortes Rüstje ein. 

Einladung zur 900 - Jahr - Feier des Forstortes Rüstje

Der Heimatverein Helmste e.V. lädt in Zusammenarbeit
mit dem Forstamt Harsefeld,
der Martin - Luther - Kirche Fredenbeck,
der Feuerwehr Helmste
und dem Künstler Dirk Behrens
zur
900 - Jahr - Feier
des
Forstortes Rüstje
ein.

Unterstützt wird dieses Waldfest ausserdem durch
die Mitwirkenden:
Gemischter Chor Deinste,
Deinster Querpedders,
Hagener Jagdhornbläser,
Pfadfinder der Kirche Fredenbeck,
Helmster Kindergarten
und der plattdeutschen Kindergruppe.

Die Feier findet am 4. September 2005 im Rüstjer
Forst auf der Lichtung am Dollerner Weg statt.

Die folgende Skizze zeigt ihnen den Weg zum Festplatz.


 

Festprogramm am 4. Sept. 2005

 

11.00 Uhr        Waldgottesdienst mit Taufen

12.00 Uhr        Mittagessen mit Erbsensuppe aus der Gulaschkanone

13.00 Uhr        Eröffnung / Festprogramm

14.30 Uhr        Waldarbeit früher und heute (Vorführung durch das Forstamt)

15.15 Uhr        Gem. Chor Deinste

15.30 Uhr        Vorführung von Auszubildenden des Forstamtes Harsefeld

16.00 Uhr        Querpedders Deinste

16.15 Uhr        Führung durch den Wald mit Forstamtsleiter Dr. Otto Fricke

16.30 Uhr        Waldarbeit früher und heute (Vorführung durch das Forstamt)

17.15 Uhr        Vorführung von Auszubildenden des Forstamtes Harsefeld

18.30 Uhr        Ende der Veranstaltung

 

Weitere Aktivitäten:

  • „Der Wald vor lauter Bäumen“, Kunstprojekt von Dirk Behrens, im Wald ca. 150 m vom Festplatz entfernt.

  • Verkauf von handgefertigten Dekorationsaccessoirs aus Naturprodukten

  • Fotoausstellung über den Forst Rüstje und das frühere Kriegsgefangenenlager (im Zelt)

  • Kinderunterhaltung mit den Pfadfindern und dem Kindergarten Helmste

  • Informationen zur Forstwirtschaft in Rüstje

Premiere in Rüstje:

Rüstjer Waldgeist, ein Kräuterlikör in Spitzenqualität 0,2 l Dekorflasche mit Spezialetikett entworfen von Dirk Behrens. Eine Geschenkidee und Muß für jeden Besucher zum Preis je Flasche von 6.95 €

Für`s leibliche Wohl ist gesorgt.

 

 

Kunstprojekt von Dirk Behrens

Zur 900 - Jahr - Feier des Forstortes Rüstje wird das Ergebnis des Kunstprojektes

der Wald vor lauter Bäumen

 

des Helmster Malers Dirk Behrens gezeigt. Auf einer Lichtung in der Nähe des Festplatzes werden 36 Bilder mit Landschaftsdarstellungen des Rüstjer Forstes dargestellt. Die Skizzen dazu sind in den letzten Monaten vor Ort entstanden. Am 4. Sept. 2005 werden die Bilder erstmals im Wald präsentiert.

Auch in der Nachfolgenden Woche vom 5. Sep. ( Montag ) bis 11. Sep. ( Sonntag ) kann die Ausstellung im Wald

täglich von 11 Uhr bis 18 Uhr

besichtigt werden.

Das Projekt wird unterstützt durch den Landschaftsverband Stade und gefördert durch die „Alles-Gute-Stiftung“ der Kreissparkasse Stade.

 

 

Geschichtlicher Abriss von Rüstje

Erste Besiedlungsspuren gab es schon lange vorher ......

Heute ist Rüstje Sitz der Revierförsterei in einem geschlossenen Waldgebiet und untersteht dem Forstamt Harsefeld.

1105

Die erste urkundliche Erwähnung: Adela von Beichlingen schenkt dem Kloster Katlenburg, das mit dem Kloster Harsefeld durch Verwandschaft verbunden war, 3 Hufen in „Ristede“.
Demnach haben zum Zeitpunkt der Schenkung in Rüstje bereits voll funktionierende Höfe bestanden.
1352 Im Stader Stadtbuch wird erwähnt, dass Lüder von Sande in „russtede“ Landbesitz an Joh. Dolner verkauft.
1355 Besitzer von Rüstje ist Friedrich „der Rüstige“ Schulten von der Lühe.
1410 Besitzer ist Johann Schulte, Erzabt von Harsefeld, Großsohn des Friedrich Schulte.
1502 Erwähnung im Vörder Register mit 3 Bauern.
1535 Erwähnung im Schatzregister mit 3 bewohnten Vollhöfen.
1624 3 Hofstellen bezahlen Abgaben an das Kloster Harsefeld.
1632 Erzbischof Johann Friedrich ( Bremen ) schenkt dem schwedischen Reichsrat Salvius den inzwischen wüst gefallenen Hof Rüstje, dieser baut ihn zu einem Gutshof aus.
1652 Landrentmeister Christian Wynecken erscheint als Gutsherr im Bargstedter Kirchenbuch, wohnt aber in Stade und hat Verwalter eingesetzt. Danach gab es bis zum Verkauf 1840 mehrere Gutsbesitzer.
1840 Nach dem Aufkauf von der königlichen Domänenkammer Hannover wird Rüstje systematisch und gezielt aufgeforstet.
1936 Revierförster Klose bringt Damhirsche aus der Schorfheide in den Rüstjer Forst und setzt sie nach einer Eingewöhnungszeit erfolgreich aus.
1941 wird eine Kriegsgefangenenbaracke für russ. Gefangene errichtet.
1945 Nach Kriegsende wurde die Baracke vergrößert und stand vielen Flüchtlingsfamilien als Unterkunft noch viele Jahre zur Verfügung.
1975 Die zwei ältesten Häuser von Rüstje werden auf Anordnung des Forstamtes abgerissen und beseitigt.

29. Mai 2005 

Bericht der Tagesfahrt nach Moordorf und Wiesmoor

Der Heimatverein Helmste erlebte die Moorkolonisten

Die diesjährige Ausfahrt des Heimatvereins führte für 42 Helmster und Gäste nach Ostfriesland . Mit dem Bus der Fa. Löh aus Kutenholz ging die Fahrt, begleitet von viel Sonnenschein und guter Laune, über Bremen, Oldenburg nach Aurich und von dort direkt in die Moorkolonie Moordorf. Die Mitfahrer konnten sich dort von den absolut schwierigen und teilweise unzumutbaren Arbeits - und Lebensbedingungen bei der Kultivierung des Moores überzeugen. Gleichzeitig fand noch ein Schaf - und Bockmarkt statt. Einige probierten sogar eine Schafbratwurst. Nach einer Führung und mit Wissen gefüttert ging die Fahrt weiter nach Wiesmoor in den Torfkrug zum Mittagessen, um anschließend die Blumenhalle zu erkunden. In die Blumenhalle müsste man eigentlich jeden Monat einmal, denn jeden Monat wird die Halle neu mit Blumen themenmäßig bepflanzt. Ein besonderes Erlebnis war für viele die Wasserorgel, hier tanzten die Wasserfontänen im Walzertakt . Nach einem Spaziergang zum Torf - und Siedlungsmuseum wurden wir durch das Museumsgelände geführt. Weitere Stationen waren die Kolonistenhäuser, Schmiede, Scheune, Backhaus, große technische Torfabbaugeräte, einem Trauzimmer und dat Miegenhuus (Toilettenhaus ). Als letztes Haus erwartete uns die Dorfschule von 1910. Hier quetschten wir uns in die kleinen alten Schulbänke und konnten noch einmal die Atmosphäre eines alten Schulunterrichts genießen. Zum Abschluß gab es Ostfriesentee und Rosinenbrot satt. Mit der Museumsbahn ging es zurück zum Bus. Mit vielen Eindrücken versehen fuhren wir nun durch den Wesertunnel nach Helmste zurück.


 

18. Februar 2005 - Heike geht in die Luft

Der Erlebnisbericht einer Ballonfahrt mit vielen Fotos von Heike Gaden. 

Das Warten hat ein Ende. Nach zwei abgesagten Terminen scheint es heute wirklich loszugehen. Der Wetterbericht sagt Gewitter an. Kein Problem, bei uns kommt das Gewitter am Nachmittag runter, am Abend haben wir bestes Ballonfahrerwetter.

Wir treffen uns in der Drift um 19.00 Uhr. Die Aufregung steigt. Mein Bauch führt sein Eigenleben. Nein, schlecht ist mir nicht, aber aufgeregt bin ich; wie die meisten mitfahrenden Frauen. Die Männer sind cool und nach außenhin ganz locker.

Dann kommen die drei Busse mit den großen Körben auf ihren Trailern angefahren. Schnell verteilen wir uns auf die Fahrzeuge und weiter geht`s ins Kiebitzmoor. Dort warten schon die vielen Schaulustigen.

Auf einer Wiese werden die zwei Ballone aufgebaut. Jetzt heißt es anfassen und mithelfen. Aber wo? Was soll ich tun? Ich stehe nicht alleine nutzlos rum, andere tun auch Nichts, gut! Ach da, die Ballone werden aus ihren Säcken geholt. Dort fassen alle mit an. Auch beim Runterholten des Korbes vom Trailer werden viele Hände gebraucht.

Die Seile werden vom Piloten Carsten persönlich am Korb befestigt. Die Gebläse aufgestellt. Langsam füllen sich die Ballonhüllen. Die Zuschauer werden auch immer mehr. Ach, ist das Alles aufregend! Jetzt werden die Brenner angestellt. Was für ein Lärm! Da, der erste Ballon richtet sich auf. Jetzt heißt es aufpassen, den Korb aufrichten und festhalten bis er am Bus gesichert ist. Nun rein in den Korb. Es gibt kein Zurück. Macht nichts, ich will da ja hoch. Die Leinen werden gekappt. Auf geht`s. Oh, wie schnell wir steigen. Die Menschen werden immer kleiner. Da, Helmste von oben. Wie groß der Rüstjer Forst ist. Ach, es ist soooo schön hier! Höhenangst? Keine Spur!

Der Brenner ist aus. Es ist ruhig. Nein, es ist still. Erstmal orientieren! Vor uns liegt Issendorf, weiter geht`s über die Aue hinweg. Rechts liegt Harsefeld. Über Ruschwedel schweben wir tief und werden von vielen Menschen begrüßt. Dann kommen Apensen und Beckdorf. Den Goldbecksee können wir auch erkennen.

Unser Pilot hält ständig Kontakt zu dem zweiten Ballon und den Verfolgern. Leider gibt er auch schon die Landerichtung durch. Es kann doch nicht schon vorbei sein. In der Nähe von Regesborstel neigt sich die Fahrt dem Ende entgegen. Schade ich könnte noch stundenlang weiter durch die Lüfte fahren.

Vor einer gemähten Wiese gehen wir in den Sinkflug. Letzte Anweisungen des Piloten: Blick in Fahrtrichtung, an den Schlaufen festhalten, und locker in den Knien. Der Boden kommt immer näher. 10 Meter, 5 Meter wir setzen auf. Nein, wieder hoch 1 Meter, wieder Bodenkontakt! Doch wir haben noch zuviel Schwung, erneut machen wir einen Hüpfer. Dann stehen wir am Boden.

Nun stehen wir hier im Korb auf der Wiese und unser Pilot Carsten gibt immer wieder Gas, damit die Ballonhülle nicht in sich zusammenfällt. Denn unsere Verfolger haben uns noch nicht gefunden. Es dauert nicht lange und ein Bus fährt auf die Wiese.

Jetzt geht die Arbeit noch einmal los. Einpacken. Alle müssen mit ran. Die riesige Ballonhülle muss zusammengerafft und in den Ballonsack gestopft werden. Jetzt muss wieder Alles auf den Trailer rauf. Geschafft! Doch nur ein Bus ist zu uns gekommen. Wie sollen wir alle von hier wegkommen? Kein Problem für die Ballonfahrercrew. Rein in den Korb und ab geht`s!

Wir fahren zum zweiten Ballon, der auf einer anderen Wiese gelandet ist. Doch hier gab es Probleme mit dem Untergrund. Die Landung klappte, das Verladen auch, aber der Bus steht. Das abgemähte Gras hat sich um die Kardanwelle gewickelt und muss mit Taschenmessern freigeschnitten werden.

Inzwischen ist es Nacht geworden, der Blue Moon ist aufgegangen. Ab in die Busse und zurück nach Helmste. Im Eichenhof werden wir getauft. Jetzt bin ich
Heike, die Gräfin vom himmelblauen Luftmeer über Helmste zur Wiesenlandung bei Regesborstel

 

 

Und hier geht es zur Galerie.

Zum Schluss noch ein paar Daten :

Fahrhöhe zwischen 25 m und 580 m, Fahrdauer ca. 1 Stunde, Veranstalter www.Hanseballon.de